Das beim Austausch von Mails verwendete SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) kämpft mit einem gewaltigen Nachteil: Es ist anonym und erlaubt daher grundsätzlich jedem Mailserver, seine Mails zuzustellen. Das nutzen Spammer weidlich aus und verschicken große Mengen unerwünschter Botschaften. Zwar muss man sich bei fast allen Mailservern anmelden, eine Lücke reicht jedoch, um das gesamte System mit Bulk-Mails zu fluten.
Die Internet Engineering Task Force (IETF) setzt nun den Hebel mit einem Entwurf für die Weiterentwicklung von SMTP an genau dieser Stelle an: Das Einliefern von Bulk-Mails soll erheblich erschwert werden. Das auf SMTP aufbauende AMTP (Authenticated Mail Transfer Protocol) ermöglicht eine Echtheitsprüfung des einliefernden Mailservers. Die Mails werden per TLS (Transport Layer Security) übertragen, die Echtheit der Kommunikationspartner wird mit einem X.509-Zertifikat geprüft.
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